Gesunde und nachhaltige Ernährung in Zeiten von Corona? So gehts!

Gerade jetzt, wo viele von uns freiwillig oder gezwungenermaßen zuhause bleiben, ist der Einkauf eine kleine Herausforderung: Rausgehen bringt immer ein Infektionsrisiko mit sich, für sich selbst oder auch für andere. Daher ist es sinnvoll, dies so selten wie möglich zu tun. Aber sich deswegen mit Tiefkühl-Fertigmahlzeiten einzuschließen, ist auch nicht jedermensch’s Sache. Gibt es nicht trotzdem Wege, sich ohne häufiges Einkaufen gesund und nachhaltig zu ernähren?

Wie man sich auf die Quarantäne vorbereiten kann

Natürlich ist es für einige schon zu spät, da sie schon unter Quarantäne stehen oder nicht mehr einfach so raus dürfen. Trotzdem kann man etwas tun, um die Situation zu verbessern:

  1. Kauf frisches Gemüse und mach dir deine eigenen, gesunden Tiefkühlmahlzeiten! Falls du nicht mehr raus kannst, lass dir was liefern oder von Freunden bringen. Nutze die freie Zeit zuhause, um zu kochen! Damit kannst du nicht nur neue Rezepte fürs Mealprepping testen, sondern auch für die Zeit vorkochen, wenn deine frischen Sachen leer sind. Es gibt im Netz massenhaft Rezepte für leckere Gemüseeintöpfe, die sich super einfrieren und wieder auftauen lassen. Linsencurry mit frischem Gemüse ist mein Geheimtipp!
  2. Stelle deine Wasserversorgung sicher. Leitungswasser ist in Deutschland überall bedenkenlos trinkbar. Falls es dir aber nicht schmeckt oder du doch Bedenken wegen der Qualität hast, besorg dir einen Wasserfilter. Plastikflaschen im Keller zu horten ist sicherlich keine nachhaltige Lösung und wegen der enthaltenen Weichmacher auch nicht besonders gesund! Falls du lieber Sprudelwasser magst, kannst du dir einen Trinkwassersprudler besorgen – der rentiert sich relativ schnell!
  3. Bau ein paar eigene Dinge an, zum Beispiel auf dem Balkon oder der Fensterbank. Natürlich wird diese Situation nicht so lange anhalten, bis dein Gemüse Früchte trägt. Aber frische Kräuter aus Topf oder Balkonkasten sind eine super Sache, um deinem Essen einen frischen Touch zu verleihen!
In Zeiten des Coronavirus sollte man Trips nach Druassen möglichst vermeiden, um das Infektionsrisiko zu mindern. Bei Ausgangssperren ist es auch umso wichtiger zu wissen, was man einkaufen sollte.
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Was man für die Zeit einkaufen sollte

Natürlich möchte man unter diesen Umständen nicht jede Woche frisch einkaufen gehen. Deswegen muss man hier schon etwas kreativer werden.

Vor dem Einkauf ist die Planung der Mahlzeiten essenziell, um eine Einkaufsliste zu erstellen – gerade, wenn man Mahlzeiten vorkochen will! Einfach losfahren und zu hamstern, was immer man bekommt, bringt ja gar nichts. Das verursacht nur die Lieferengpässe, die wir derzeit beim Toilettenpapier und Mehl haben, und ist wirklich unsozial. Wir alle können diese Situation nur gemeinsam bewältigen, und umso mehr sollten wir aufeinander Rücksicht nehmen!

Frische Früchte und Gemüse sollte man nur in dem Maße kaufen, wie man sie auch durch Essen oder Vorkochen verbrauchen kann. Für eine Woche könnte ein typischer Lebensmitteleinkauf so aussehen:

  • Äpfel
  • Bananen
  • Tomaten
  • Brokkoli
  • Bohnen
  • Karotten
  • Pilze
  • Blumenkohl
  • Kartoffeln
  • Käse, Eier und Fleisch, wenn man weder vegan noch vegetarisch lebt

Mit dieser Auswahl kann man einige einfache und schnelle Mahlzeiten machen. Gerade Reispfannen mit Gemüse, Kartoffelauflauf oder Nudeln mit Tomaten sind gute Beispiel für eine gesunde Ernährung!

Der Blumenkohl und die Kartoffeln halten sicher auch länger als eine Woche, aber auf kurz oder lang wird das frische Gemüse irgendwann schlecht – und ist bei einem guten Wocheneinkauf hoffentlich schon vorher verkocht. Danach benötigt man ein paar Lebensmittel, die länger halten und trotzdem eine gesunde Ernährung ermöglichen. Hier sind Beispiele, die man für diese Zeit einkaufen könnte:

  • Früchte in Dosen oder tief gekühlt (z.B. Beeren, Mangos, Melone…)
  • Hülsenfrüchte getrocknet oder in Dosen: Linsen und Bohnen sind tolle Proteinquellen!
  • Andere Gemüse in Dosen wie Mais oder Tomaten
  • Nudeln und Reis
  • Haltbare Milch (vegane Milch hält ungeöffnet bis zu einem Monat!)
  • Haferflocken, Cornflakes oder Müsli (Birchermüsli und Porridge lässt sich klasse mit dem Dosen- oder TK-Obst verfeinern!)
  • Nüsse
  • Dosenfisch oder Würstchen im Glas für die Fleischfresser
  • Tiefkühl-Fertigwaren als Notfallversorgung

Mit den Lebensmitteln von dieser Liste kann man gesunde und leckere Mahlzeiten zaubern, auch wenn das frische Gemüse schon weg ist. Um die Ernährung abwechslungsreich zu gestalten, sollte man in dieser Zeit zwischendurch auch mal die vorgekochten Speisen einbringen. Und auch wenn ich kein Freund von TK-Fertigessen bin, habe ich davon doch immer ein wenig im Tiefkühlfach für Notfälle. Es gibt zum Beispiel von Frosta ein paar gute Gerichte, da dort auf Zusatzstoffe gänzlich verzichtet wird!

Ganz wichtig ist allerdings, dass auf einer Einkaufsliste auch ein wenig Comfort food ist: Alles, was dich glücklich macht, auch wenn es nicht gesund ist. Ja, das meine ich so, auch wenn das Schokolade, Süßigkeiten oder sogar Alkohol ist! In Zeiten wie diesen ist es umso wichtiger, dass man sich manchmal mit etwas Leckerem belohnen kann – manchmal braucht man das einfach! Kaffee und Tee gehören für mich auch ganz klar dazu; alles, was einem den Tag ein wenig versüßen kann!

Comfort food und Getränke sind gerade jetzt so wichtig: Sie helfen, den Einfluss von Stress und Sorgen zu minimieren.
Photo by Mae Mu on Unsplash

Wie man länger mit den Lebensmitteln auskommt

Nach dem großen Lebensmitteleinkauf ist es wichtig, alles davon effizient zu nutzen und nichts schlecht werden zu lassen. Nicht nur wäre das schlecht für die Umwelt, sondern minimiert das auch deine Vorräte! Umso eher musst du also wieder raus und setzt dich und andere damit einem Infektionsrisiko aus. Mit diesen Maßnahmen vermeidest du Lebensmittelabfälle:

All diese Tipps können helfen, dass man möglichst lange ohne einen Lebensmitteleinkauf klarkommt. Trotzdem sollte man (natürlich nur, solange man das darf!) trotzdem regelmäßig rausgehen, um etwas frische Luft zu schnappen und sich zu bewegen – natürlich unter Einhaltung der sinnvollen Hygiene- und Abstandsvorschriften und mit gründlichem Händewaschen danach! Denn gerade jetzt ist Bewegung so wertvoll, um den Kopf ab und zu freizubekommen. Die Zeit alleine ist außerdem auch jetzt so wertvoll, falls man nicht alleine lebt!

Wie geht es dir in dieser Situation? Hast du eigene Tipps und Ratschläge, zum Beispiel auch, um deine gute Laune aufrecht zu halten? Teile diese in den Kommentaren oder in den sozialen Medien! Vor allem aber, bleib gesund!

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